Header-Bild ist ein Waldtümpel mit Vorkommen von Eubranchipus grubii © U. Manzke
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Kartierung von Urzeitkrebsen

Hier finden Sie einige Hinweise zur Kartierung von Urzeitkrebsen

Lepidurus apus © U. Manzke

Der Schuppenschwanz Lepidurus apus.

Eubranchipus grubii © U. Manzke

Der Frühjahrsfeenkrebs Eubranchipus grubii.

Die Kartierung von Urzeitkrebsen, vor allem der Notostraca und der Anostraca, das sind die "Rückenschaler" und die "Feenkrebse", ist nicht schwer, allerdings nur zu bestimmten Zeiten möglich.

Im Frühling können die sogenannten "Frühjahrsarten" Schuppenschwanz Lepidurus apus, Frühjahrsfeenkrebs Eubranchipus grubii sowie der Eichener Feenkrebs Tanymastix stagnalis gefunden werden. Alle drei Arten bewohnen die Überflutungsauen der Flüsse. Hier sind diese Urzeitkrebse nach Ablaufen des Hochwassers in den Restwassertümpeln und in den "Qualmwassertümpeln" binnendeichs zu finden.

Aber auch in den Falllaubtümpeln und temporären Gräben der bodenfeuchten und staunassen Wälder lohnt die Suche. Hier lebt vor allem der Frühjahrsfeenkrebs Eubranchipus grubii, L. apus ist hier nur in Ausnhamefällen anzutreffen.

Hier geben wir einige Tipps und Hinweise zur Kartierung der Frühjahrsarten:

 

Unterwegs mit dem Küchensieb:
Kartierung des Schuppenschwanzes Lepidurus apus

Suche nach dem Schuppenschwanz Lepidurus apus mit dem Küchensieb © A. Hübner, U. Manzke

Auf den überschwemmten Wiesen der Flussauen ist der Schuppenschwanz Lepidurus apus recht einfach mit einem Küchensieb nachzuweisen.

Kartierung des Schuppenschwanzes Lepidurus apus

 

Unterwegs mit dem langstieligen Kescher:
Kartierung des Frühjahrsfeenkrebses Eubranchipus grubii

Suche nach dem Frühjahrsfeenkrebs Eubranchipus grubii mit dem Kescher © O. Schaper, M. Schroth

Zum Nachweis des Frühjahrsfeenkrebses Eubranchipus grubii ist der Einsatz eines langstieligen feinmaschigen Keschers und eine weiße Schale angezeigt.

Kartierung des Frühjahrsfeenkrebses Eubranchipus grubii

 

Jahreszeit: Frühling
Kartierung des Schuppenschwanzes Lepidurus apus in der Überflutungsaue der Flüsse

 © U. Manzke

Nach Ablaufen des Hochwassers ist die Suche nach dem Schuppenschwanz Lepidurus apus erfolgversprechend.

 © U. Manzke

Im flachen Wasser wird nach dem zumeist am Boden aktiven L. apus mit Hilfe eines Küchensiebs gekeschert.

 © U. Manzke

Drei Schuppenschwänze im Küchensieb, die Suche war erfolgreich.

Storch frisst Lepidurus apus © L. Meckling

Auch der Weißstorch beteiligt sich in manchen Gegenden aktiv an der Suche nach L. apus.

Biotop-Aufnahme Lepidurus apus © U. Zuppke

Sind die Überflutungstümpel trockengefallen, kann man mit etwas Glück noch einige Zeit die auf dem Trockenen liegenden und verstorbenen Schuppenschwänze finden.

 

In manchen Flussauen, beispielsweise der Elbe, sind der Schuppenschwanz L. apus und der Frühjahrsfeenkrebs E. grubii sowie der Eichener Feenkrebs T. stagnalis oft in denselben Gewässern zu finden.

 

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    Unterwegs mit dem langstieligen Kescher:
    Kartierung des Frühjahrsfeenkrebses Eubranchipus grubii,
    und des Eichener Feenkrebses Tanymastix stagnalis

    Jahreszeit: Frühling
    Kartierung des Frühjahrsfeenkrebses Eubranchipus grubii in der Überflutungsaue der Flüsse, Falllaubtümpel am Rande der Aue und in bodenfeuchten Waldgebieten

    Eubranchipus grubii © Name

    Kleiner Auwaldtümpel mit Eubranchipus grubii-Vorkommen, binnendeichs der Aller bei Bierde (Niedersachsen).

    Eubranchipus grubii © M. Schroth

    Lebensraum von Eubranchipus grubii im NSG Obermannslache bei Froschhausen (Hessen).

    Eubranchipus grubii © K.-P. Pryswitt

    Einer der wenigen Fundorte im Leinetal an denen Eubranchipus grubii und L. apus gemeinsam vorkommen (bei Schwarmstedt; Niedersachsen).

    Eubranchipus grubii © U. Manzke

    Früher fand man Eubranchipus grubii oft in wegbegleitenden Entwässerungsgräben in feuchten Wäldern. Grundwasserabsenkungen haben vielerorts solche Wälder und Gräben trocken gelegt.

    Eubranchipus grubii © O. Schaper

    Mit einiger Übung lassen sich die Feenkrebse bereits mit dem bloßen Auge erkennen. Hier: Größenvergleich: adultes Männchen und viele kleine Nauplien.

    Eubranchipus grubii © W. Könecke

    Gelegentlich schwimmen die Tiere auch an der Wasseroberfläche, hier ein Weibchen von Eubranchipus grubii.

    In einer weißen Schale kann man die Feenkrebse leicht erkennen © M. Schroth

    In einer weßen Schale kann man die Feenkrebse relativ leicht erkennen.

     

    In manchen Flussauen, beispielsweise der Elbe, sind der Frühjahrsfeenkrebs E. grubii und der Schuppenschwanz L. apus sowie der Eichener Feenkrebs T. stagnalis oft in denselben Gewässern zu finden.

     

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