Header-Bild ist Streptocephalus torvicornis © A. Hartl
ANOSTRACA Branchipus schaefferiEubranchipus grubiiTanymastix stagnalisChirocephalus diaphanusStreptocephalus torvicornisArtemia spec.

ANOSTRACA - Feenkrebse

Streptocephalus torvicornis (Waga, 1842)

(ohne deutschen Namen)

Streptocephalus torvicornis © Repro M. Engelmann

Titelseite der Erstbeschreibung durch den polnischen Naturforscher Anton Waga.

Streptocephalus torvicornis © A. Hartl

Männliches Tier.

Streptocephalus torvicornis © A. Hartl

Weiblicher Streptocephalus torvicornis in typischer Schwimmhaltung mit dem auffallend langen und parallel zum Abdomen verlaufenden Brutbeutel.

Streptocephalus torvicornis © A. Hartl

Detailaufnahme des Kopfes von Streptocephalus torvicornis mit den kräftigen, mehrfach gebogenen und gewundenen Kopfanhängen.

Erstbeschreibung im Jahre 1842 durch den polnischen Naturforscher Anton Waga als Branchipus torvicornis. Er beobachtete die Tiere bei Warschau.

Der wissenschaftliche Name würde übersetzt „stiergehörnter Drehkopf” lauten. Gemeint ist aber nicht eine Verdrehung des Kopfes sondern eine der Frontalanhänge.

Merkmale und Habitat

Die Tiere sind schwach bräunlich gefärbt und fast durchsichtig; die Furca hat eine rötliche Färbung. Der Brutbeutel der Weibchen ist je nach Entwicklungsstadium der Dauereier weiß, bräunlich bis tiefrot gefärbt, liegt parallel zum Körper und reicht fast bis zur Furca. Bei den Männchen sind Frontalanhänge und 2. Antennen an der Basis miteinander verwachsen; die zweiten Antennen sind fadenartig dünn. Die Frontalanhänge dagegen sind kräftig und werden meist aufgefaltet getragen. Mit ihnen umklammern die Männchen die Weibchen während der Paarung.

In Deutschland waren nur drei Fundstellen für Streptocephalus torvicornis bekannt. Die letzte Beobachtung datiert von 1969! Bei uns wurden die Tiere in Lehmgrubentümpeln beobachtet. In anderen Ländern in anlehmigen, vegetationsarmen temporären Gewässern.

Jahreszeitliches Vorkommen

Im letzten Vorkommen konnten die Tiere von April bis August beobachtet werden. In der Literatur wird Streptocephalus torvicornis als Sommerform beschrieben.

Geschlechterverhältnis und Vergesellschaftung

In den im 20. Jahrhundert beschriebenen Vorkommen gab es zumindest zeitweise ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis. Bei uns bislang keine Vergesellschaftung nachgewiesen. In angrenzenden Ländern gelegentlich mit Branchipus schaefferi.


Eine Hilfe zur Bestimmung finden Sie hier.

Verbreitungsübersicht von Streptocephalus torvicornis in Deutschland.

 

Artemia spec.